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Brief Franziska Februar 2004

 Cutervo, im Februar 2004

 An die Herren Vollgraf und Siefert

 Vor allem ein großes „Entschuldigung" dafür, dass ich Ihnen solange keine Nachricht habe zukommen lassen. Das ist deswegen geschehen, weil wir sehr beschäftigt waren mit einigen Kranken und einigen gesundheitlichen Problemen von Müttern, die in den Speisesälen helfen, so wie ich ihnen im Oktober bereits mitgeteilt habe - Kopien vom Briefwechsel füge ich an.
Mögen Sie viele Grüße erhalten von den Jungs und Mädchen, die von ihrer Hilfe profitieren.

Im Februar habe ich 7301 Dollar erhalten für die Arbeit des Jahres 2004, wofür ich Ihnen sehr danke im Namen der Kinder von Sullana und Cutervo. Ihre Unterstützung wird eingesetzt in den Speisesälen. Die Rechnungen, die ich schicke sind vom letzten Jahr. Dieses Jahr werden wir im April damit beginnen, Schulutensilien für das neue Jahr zu kaufen. Augenblicklich ist die Situation in einigen Teilen Perus sehr schlecht. Es gibt eine große Kapitalflucht und kein bisschen Sicherheit für die Armen. Die Armen werden immer ärmer und die Möglichkeiten Arbeit zu finden, werden immer geringer.

Ich schicke auch zwei Briefe von Juan mit. Der junge Mann, der als Kind bei uns war und jetzt seine Berufsausbildung angeschlossen hat, dank ihrer großmütigen Hilfe für so viele Kinder, die Sie brauchen.

Anbei einige Fotos von den Kindern bei ihrer Arbeit und in der Schule und wie sie in Sullana und Cutervo ihr Essen bekommen. Auf einigen Fotos sehen sie,

wie die Nahrungsmittel transportiert werden, es gibt immer noch keine Straße.

In der Abrechnung sind einige Quittungen über Medizin, die gekauft wurden für die Dame, die das Brot für die Kinder buk und für die Senora Bertha und für das kleine Mädchen Paloma, die im Oktober verstarb, sie wurde kränklich geboren, sie litt am Down-Syndrome.

Die Abrechnungen gehen von Oktober bis Dezember 2003.

Ich hoffe alles ist recht.

1000 Dank für ihre Hilfe und wir hoffen, dass es Ihnen allen gut geht und ebenso, dass Ihre Familien und alle Kinder und Menschen, die so vielen kleinen Peruanern helfen, dass es allen gut gehen möge.

Für den Moment verabschiede ich mich, nochmals mit 1000 Dank für die Hilfe über so viele Jahre.

Wir umarmen Sie mit Zärtlichkeit und Dankbarkeit

Sor Maria Francisca und alle Kinder von Cutervo und Cieneguillo-Sullana.

                               Brief Franziska Juli 2004

                                                                            
Sehr verehrte Herren Siefert und Vollgraf!

 Hiermit sende ich Ihnen einen Gruß voller Zuneigung und Dankbarkeit. Zudem möchte ich Ihnen mitteilen, dass es den Mädchen gesundheitlich besser geht als im Vorjahr. Das Mädchen Rosario wird im Oktober schon drei Jahre alt. Ihr Zustand ist mittelmäßig. Sie leidet immer wieder unter Krämpfen. Es ist anzunehmen, dass sich ihre Probleme, die sie durch die Umstände ihrer Geburt hat, noch verschlimmern werden, wenn sie heranwächst. Wenn Sie sich erinnern, handelt es sich um das Kind, das wir ausgesetzt in einem Abwasser fanden und das dann von der Familie Guherres Sanchez adoptiert wurde. Die Familie ist arm, versucht aber alles möglich zu machen, damit es den eigenen Kindern und Rosario gut geht.

Ich schicke auch die Abrechnungen vom halben Jahr. 1000 Dank für Ihre Hilfe all der Jahre, möge Gott Sie schützen und möge in Ihrem Zuhause Gesundheit, Friede und Glück herrschen. Es umarmt Sie in Liebe und Dankbarkeit

                                    Schwester Francisca

                       Brief Franziska September 2004

Cutervo, im September 2004

An die Herren Vollgraf und Siefert

Vorab sende ich Ihnen ein großes „Entschuldigung" dafür, dass ich mich solange nicht gemeldet habe und ein herzlicher und aufrichtiger Gruß für all die Menschen, die uns helfen und einen speziellen Gruß für Herrn Klaus Vollgraf und seine Familie und natürlich auch für Rainer Siefert und seine ganze Familie, ein Gruß von den Kindern aus den Comedores von Cieneguillo Sur de Sullana und Cutervo el Cumbe. Wir hoffen, dass Sie schöne Ferien hatten, dass Ihnen nichts Schlechtes passiert ist und dass Sie glücklich und ausgeruht sind. Das haben wir die ganze Ferienzeit über für Sie gewünscht.

Uns geht es in Peru Tag für Tag schlechter mit der aktuellen Regierung, im August wurden erneut die Preise für die Lebensmittel und alle Brotprodukte erhöht. Es gibt keine Arbeit, die Armut wird immer größer und das, obwohl die Regierung behauptet, dass die wirtschaftlichen Wachstumsraten gut sind. Aber die Wirklichkeit ist eine andere. Dank Ihrer Hilfe geht es den Kindern der Comedores gut, abgesehen von einem Mädchen, das an Hautkrebs leidet. Wir hoffen, dass es nicht schwerwiegend ist. Sie steht unter Beobachtung und es ist möglich, dass wir sie ins Krankenhaus von Lima schicken müssen, um sie dort besser überwachen lassen zu können und damit die Kinderärzte in Erfahrung bringen können, was es nun wirklich ist, was sie hat. Es handelt sich um ein schwarzes Muttermal, welches sich ausdehnt auf der Haut des sechsjährigen Mädchens. Wir werden Ihnen mitteilen, wenn es nötig ist, das Kind nach Lima zu bringen. Im Augenblick wird sie im Hospital der Stadt Chiciayo behandelt.

Wir danken Ihnen so sehr im Namen der Kinder von Sullana und Cutervo für Ihre Hilfe, die in die Comedores investiert wird, die Abrechnungen, die ich beifüge, sind die für das Jahr 2004 von Februar bis September, weil mir scheint, dass meine vorherigen Briefe nicht angekommen sind und auch nicht die E-Mails (elektronische Post). Ich füge auch die Fotos von Juan bei, dem jungen Mann, der sehr klein war, als er in Cusco zu uns kam und der jetzt seine Studien abgeschlossen hat dank Ihrer kostbaren Hilfe, sowie Sie auch einige Bilder erhalten von den Kindern aus Sullana und Cutervo, anbei auch die Abrechnungen.

Ich hoffe, dass alles korrekt ist.

Für den Augenblick verabschiede ich mich bis bald und noch einmal 1000 Dank für die Hilfe in all den Jahren

WIR UMARMEN SIE VOLLER INNIGKEIT UND HERZLICHKEIT

Schwester Maria Francisca und die Kinder von Cutervo und

Cieneguillo- Sullana

Dankesbrief Frau Ramirez Dezember 2003

Cutervo, 19. Dezember 2003

An die Herren Klaus Vollgraf und Familie und Rainer Siefert und Familie

Verehrte Herren!

Ich wende mich an Sie, weil ich mich bedanken möchte für die Großzügigkeit, die Sie gehabt haben, indem Sie uns unterstützt haben, in dem Aufbau und in dem Funktionieren unseres Speisesaals „El Cumbe" für arme Kinder - zustande gekommen durch die Mutter Francisca Noriega, die die extreme Armut beobachtete hatte, in der wir leben. Dank ihr ist unsere Ernährung seitdem ausgewogen.

Alle Kinder von El Cumbe sind ihnen unendlich dankbar und bitten den Herrgott, dass er Sie und Ihr Zuhause schützen möge. Wir hoffen, dass Sie uns auch im Jahr 2004 weiter unterstützen werden, weil wir doch ein Dörfchen sind, das so weit abgelegen ist von der Provinzstadt von Cutervo de Cajamarca.

Alle Kinder von Cumbe wünschen Ihnen ein glückliches Weihnachtsfest und ein fruchtbares neues Jahr.

Wir verbleiben mit der Hoffnung, dass Sie uns nicht vergessen, bis zum nächsten Mal

Nataly Hoyos Ramirez

                                   Brief Juan Dezember 2003

 An Herrn: Klaus Vollgraf und Familie

Verehrter Freund!

Ich habe meine Berufsausbildung zum Lehrer mit der Fachrichtung Literatur und Sprache im ISP „Octavio Matta Contreros" von Cutervo, Cajarmarca Peru, abgeschlossen. Und das dank Ihrer Hilfe, die Sie mich immer mit Solidarität unterstützt haben. Ich bin Ihnen für diese Haltung zu ewigem Dank verpflichtet und werde mich der Unterstützung würdig erweisen, indem ich immer weiter daran arbeiten werde, ein guter Lehrmeister zu sein. Ihrem Beispiel folgend möchte ich auch immer die Ärmsten unterstützen, denn ich bin seit jüngster Kindheit ein Waisenkind und deshalb habe ich es selbst erlebt, wie es ist verlassen zu sein in größter Armut. Dank Ihnen und der Vermittlung von Mutter Francisca Noriega erhielt ich humanitäre Unterstützung, die ich brauchte, um zu studieren und vorwärts zu kommen.

Ich würde Sie gerne kennen lernen und das wird immer ein Traum bleiben. Ich wurde in einem sehr kleinen und sehr armen Dorf mit dem Namen „Huasao", in Cusco geboren. Ich spreche zwei Sprachen, das Spanische und das Quechua, letzteres ist die Eigengeborenensprache meines Volkes.

Für den Augenblick ist es mein größtes Vorhaben ein Haus zu finden, in dem ich würdig leben kann und in dem ich Sie eines Tages empfangen kann, und in dem Sie sich fühlen können als wäre es Ihr Zuhause.

Bis dahin wünsche ich Ihnen ein glückliches Weihnachtsfest und Neues Jahr. Ich sende Ihnen die herzlichsten Grüße mit dem Ausdruck des Dankes von Ihrem immer zugewandten Freund.

 Herzlichst Juan Mojonero Z(?)tito

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